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Jahreshauptversammlung 2019

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Auf ein einsatzreiches Jahr blickte die Feuerwehr Ahlerstedt am vergangenen Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus zurück. Nachdem Ortsbrandmeister Frank Josten die geladenen Gäste, sowie seine Kameraden und nicht zu vergessen, den Zugführer der Jugendfeuerwehr Ahlerstedt‘ –Olli Sievers begrüßt hatte, gab er einen Rückblick über das vergangene Jahr.

Im vergangenen Jahr mussten wieder diverse Einsätze, insgesamt 72 Stück abgearbeitet werden. „Normalerweise liegen wir im Jahr zwischen 40 und 50 Einsätzen“, sagte Frank Josten. Auch lag dieses Jahr der Schwerpunkt bei den Einsätzen in der technischen Hilfeleistung, in denen sich auch die zahlreichen Verkehrsunfälle wiederfinden. Ganz besonders sind ihm die zwei schweren Unfälle auf der Kreuzung bei Landmaschinen Schröder im Gedächtnis geblieben.

Auch auf den sog. Stammkunden musste die Feuerwehr Ahlerstedt dieses Jahr nicht verzichten. In den vergangenen Jahren war es oftmals eine Feuertonne, welche die Ahlerstedter Kräfte in Atem hielt, allerdings wurde es dieses mal etwas übertrieben. „Die Anrufe in der Leitstelle kamen nicht nur aus der Gemeinde Ahlerstedt sondern auch aus den Nachbargemeinden, die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen“, erinnerte Josten. Es brannte ein Silohaufen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.

Mehrere Stunden mussten die Ahlerstedter Atemschutzgeräteträger beim Großeinsatz in Stade durchhalten. In der Hansestadt brannte das Außenlager des Recyclingzentrums, die Rauchwolke war bis nach Hamburg zu sehen. Der zweite Einsatz der Feuerwehrbereitschaft Süd fuhr mit mehreren Kameraden zum Moorbrand nach Meppen. Dort wurden 5 Tage verbracht, um den Brand im Moor zu löschen. Dieses war seit Jahren mal wieder ein Einsatz des Bereitschaftszug, in dem kein Wasser zurückgehalten wurde, sondern in der Landschaft verteilt worden ist. „Wir sind alle wieder heil nach Hause gekommen“, freute sich der Ortsbrandmeister.

Grund zur Freude war auch die Inbetriebnahme des neuen Einsatzleitwagens, den die Feuerwehrleute beim Ausstatter GSF im Emsland abholen konnten. „Nach anfänglichen Kinderkrankheiten und einigen Ausfällen, welche nun aber (fast) alle behoben sind, leistet uns das Fahrzeug einen hervorragenden Dienst“, sagte Frank Josten. „Nur das Problem mit dem zulässigen Gesamtgewicht müsse noch geklärt werden“, fügte er hinzu.

Die Feuerwehr Harsefeld hat im letzten Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert, aus diesem Grund wurde der ‚Kuppelcup‘ in Harsefeld ausgerichtet. „Da der Weg nach Harsefeld für uns nicht sehr weit ist, suchte ich eine kleine Truppe, um daran teilzunehmen“, sagte Frank Josten. Gesagt, getan, nach kurzer Zeit stand eine Truppe aus 5 Kameraden zusammen. Mit voller Eifer, und dem Ziel, nicht als letzter wieder nach Hause zu fahren, traten wir beim Kuppelcup an. Aus dem Ziel, nicht letzter zu werden, hat die Truppe eine super Leistung gezeigt und ‚unerwartet‘ den Pokal für den 3ten Platz nach Ahlerstedt geholt. Ebenso erfolgreich waren die Kameraden beim Jorker Blütenmarsch, hier wurde der 9te Platz von ca. 80 Mannschaften erreicht.

Jürgen Deden, welcher als stellv. Gemeindebürgermeister anwesend war, überbrachte zuerst Beste Grüße vom Verwaltungschef Rainer Schlichtmann. Herr Schlichtmann besuchte die zeitgleich ausgerichtete Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Harsefeld.

Jürgen Deden dankte den Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement. Ganz besonders bedankt er sich bei den zahlreichen Ausbildern der Jugendfeuerwehr für Ihre geleistete Arbeit. Ohne diese könne die Nachwuchssicherung nicht aufrecht erhalten werden. Die Feuerwehr, sowie die Träger der Feuerwehren würden ernsthafte Probleme bekommen.

In diesem Jahr werde die Samtgemeinde als Träger 500 000 Euro in die Feuerwehren investieren, kündigte er an. In Reith, Wohlerst und Ahrenswohlde sollen die Feuerwehrhäuser umgebaut und erweitert werden. Die Feuerwehren in Oersdorf, Kakerbeck, Ahrensmoor und Reith sollen neue Fahrzeuge erhalten. Außerdem fließt eine große Summe in kleinere Ausstattung für die Feuerwehr. Jürgen Deden erwähnte auch, dass die Samtgemeinde für 16 Ortsfeuerwehren zuständig ist. Alle befinden sich in einem vorzeigbaren Zustand. In den vergangenen Jahren seien fast 50 Prozent aller Investitionen bei der Feuerwehr gelandet. In den kommenden Jahren wird der Fokus mehr auf Schulen und Kindergärten fallen. „Die Feuerwehr braucht sich aber keine Sorgen zu machen“, sagte Jürgen Deden abschließend.

 

Wir wollen nicht Lob, nicht Ruhm noch Ehr, wir wollen im kleinen und im stillen, Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr, getreulich unsere Pflicht erfüllen Helfen in Not - ist unser Gebot!" mit diesem Zitat begann die stellv. Bürgermeisterin der Gemeinde Ahlerstedt, Dörte Meyer ihr Grußwort. Auch Dörte Meyer überbrachte Beste Grüße aus dem Rat der Gemeinde Ahlerstedt.

Dörte Meyer bedankte sich bei allen aktiven Mitgliedern der Feuerwehr für Ihren Einsatz im Ehrenamt der Feuerwehr. „Nur wer aktiv dabei ist, kann helfen. Jeder kann seinen Beitrag in der Freiwilligen Feuerwehr leisten, sei es Aktiv oder als Fördermitglied“, sagte Dörte Meyer. Ganz besonderen Respekt hat sie gegenüber der AED Gruppe. „Man kann nicht immer gewinnen, aber man kann neuen Mut fassen, um damit umzugehen und weiter zu machen“. Auch Sie überbringt großen Dank an die Ausbilder der Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen lernen sehr viel.

Die Gemeinde Ahlerstedt wird sich in den nächsten Jahren intensiv mit dem Wachstum der Gemeinde befassen, nicht nur in Ahlerstedt, besonders in den umliegenden Dörfern ist das Ziel, den Flächennutzungsplan anzupassen. Ebenso intensiv wird an einer neuen Kindertagesstätte gearbeitet.

 

Frank Josten beförderte 3 Kameraden in höhere Dienstgrade. Jonas Aye, Beförderung zum Oberfeuerwehrmann, Matthias Mittlmejer, Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann und Oliver Sievers, Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann. Eine Ehrung für langjährige Mitgliedschaft erhielten 4 Kameraden, ausgehändigt vom stellv. Gemeindebrandmeister Uwe Heins. Matthias Mittlmejer, Marc Wernicke und Niklas Wernicke erhielten die Bandschnalle für 10-jährige Mitgliedschaft in der Frewilligen Feuerwehr und Björn Beckmann für 20-jährige Mitgliedschaft in der Frewilligen Feuerwehr.

Zum Abschluss der Versammlung ging das Wort an den weit angereisten 'Zugführer' der Jugendfeuerwehr Oliver Sievers. Olli lebt mit seinen Eltern in der geographischen Mitte Niedersachsens. Olli ist mit einer Behinderung in Ahlerstedt aufgewachsen. Als Olli 16 war, wurde er durch den damaligen Jugendwart der Jugendfeuerwehr angesprochen und zum mitmachen ermuntert.

Olli hat einen Lebenslauf über seine Zeit in der Jugendfeuerwehr Ahlerstedt, mit all seinen besonderen Erlebnissen verfasst. Dieser wurde auf der Versammlung von seiner Mutter vorgetragen. Alle anwesenden Kameraden waren sehr erfreut über den oft schwierigen Lebensweg von Olli.

Aufgrund dessen, dass Olli weiterhin Mitglied der Jugendfeuerwehr Ahlerstedt ist, wurde er für seine lange Dienstzeit zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Olli nahm die Beförderung dankend entgegen. Zu guter letzt, verwies Olli den Ortsbrandmeister Frank Josten vom Rednerpult und übernahm das Wort der Versammlung. Auch er bedankte sich --und beförderte die anwesenden Damen--.

 

Statistik

Der Einsatzabteilung gehören 48 Mitglieder an. 10 Ehemalige zählen zur Alters- und Ehrenabteilung. 21 Mädchen und Jungen werden in der Jugendfeuerwehr auf den aktiven Dienst vorbereitet. Die Einsatzkräfte leisteten bei Diensten und Einsätzen 5853 ehrenamtliche Stunden. Das entspricht 120 Stunden je Kamerad.

Die 72 Einsätze im vergangenen Jahr teilen sich in 11 Brandeinsätze, 28 technische Hilfeleistungen von denen 4 Verkehrsunfälle, bei denen Patienten mit hydraulischem Rettungsgerät aus Ihrem Fahrzeug befreit werden mussten, mehrere Ölspuren wurden von den Einsatzkräften beseitig sowie Bäume von Straßen und Wegen entfernt, 12 Sicherheitswachen, unter anderem für das Schützenfest und den Dörps Treck, 5 Gaseinsätze mit fliegenden Pflastersteinen vor dem Gemeindebüro (zum Glück nur Druckluft zum Dichtigkeitstest der EWE), Eine Alarmübung und 15 AED Einsätze, bei denen den Patienten nicht immer geholfen werden konnte.

 

Geschrieben von

Björn Beckmann

Schriftwart der Freiwilligen Feuerwehr Ahlerstedt

 

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Über uns

Wir sind eine Stützpunktfeuerwehr in der Samtgemeinde Harsefeld mit ca. 50 Einsatzkräften, die jedes Jahr um die 60 Einsätze abarbeitet. Hierfür stehen uns 3 moderne Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren erlernen die Grundlagen des Feuerwehrhandwerks in unserer Jugendfeuerwehr.


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Kakerbecker Straße 26a
04166-1466
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Letzte Aktualisierung 16.12.2019 - 02:42 Uhr

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